Häufige Fragen

Hauptuntersuchung

Meine HU-Prüfplakette ist „abgelaufen“. Ich muss trotzdem irgendwie zu Ihnen fahren. Kann ich von Ihnen eine Terminbestätigung, beispielsweise zum Nachweis bei einer Verkehrskontrolle, bekommen?

Ja, Sie können sich hier ein Formular ausdrucken, auf dem wir Ihren Wunschtermin bestätigen. Da wir an unseren Prüfstellen jedoch keinen Unterschied zwischen Terminkunden und Spontankunden machen, garantiert diese Terminbestätigung keinen wartezeitfreien Prüfbeginn. In der Regel werden alle KundInnen zügig und flexibel bedient.

Schützt mich diese Terminbestätigung bei einer Fahrzeugkontrolle durch die Polizei?

Nein, aber falls Sie auf direktem Weg zu einer KÜS-Kfz-Prüfstelle mit dieser Bestätigung aufgehalten werden sollten, könnte diese zumindest Ihren „guten Willen“ zeigen und einen eventuellen „Gestaltungsspielraum“ der Polizei im Bezug auf die Einstufung der Ordnungswidrigkeit zulassen. >> Terminbestätigung

Meine Prüfplakette ist „abgelaufen“ – mit welcher „Strafe“ muss ich bei einer Verkehrs-/Fahrzeugkontrolle rechnen?

Bußgeld – Hauptuntersuchung abgelaufen

Bußgeld, Punkte und Fahrverbot wegen Fristüberschreitung zur Hauptuntersuchung. Beachten Sie bitte, dass die AU seit 1. Januar 2010 in der Hauptuntersuchung integriert wurde.

Für PKW und Krafträder gilt:

Verstoß

Punkte

Bußgeld EURO

Fahrverbot

Weil Sie als Halter das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung oder zur Sicherheitsprüfung nicht vorgeführt haben und dabei die Frist des Vorführtermins nicht einhielten.
von 2 bis zu 4 Monaten

0 Punkte

15,00 €

nein

von 4 bis 8 Monaten

0 Punkte

25,00 €

nein

mehr als 8 Monaten

2 Punkte

40,00 €

nein

Brauche ich einen Termin, wenn die Hauptuntersuchung fällig ist?

Nein, kommen Sie einfach ohne Termin an der für Sie nächstgelegenen Prüfstelle vorbei. Nur Fahrzeuge über 6 Tonnen zGG (zulässiges Gesamtgewicht), also z.B. größere Lkw, brauchen einen Termin. (Wo sind wir?)

Was passiert, wenn mein Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung „durchfällt“ und ich die Nachkontrollfrist überziehe?

Der Gesetzgeber hat hier klare Regeln aufgestellt. Ist die Nachkontrollfrist abgelaufen, kann keine Nachkontrolle zum ursprünglichen Bericht ausgestellt werden. Das Fahrzeug muss erneut einer Hauptuntersuchung (i.d.R. ohne Teiluntersuchung Abgas) unterzogen werden – fragen Sie hierzu Ihren Prüfingenieur vor Ort.

Stimmt es, dass es die Abgasuntersuchung nicht mehr gibt?

Nein, die Abgasuntersuchung ist seit dem 01.01.2010 fester Bestandteil der Hauptuntersuchung. Sie ist jedoch keine eigenständige Untersuchung mehr. Deswegen gibt es auch keine Plakette mehr auf dem vorderen Kennzeichen.

Warum gibt es vorne auf dem Kennzeichen keine Plakette mehr?

Die Abgasuntersuchung ist seit dem 01.01.2010 fester Bestandteil der Hauptuntersuchung, also keine eigenständige Untersuchung mehr. Deswegen gibt es auch keine Plakette auf dem vorderen Kennzeichen.

Darf ich mit einem abgemeldeten Fahrzeug zur HU kommen?

In der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) lautet es hierzu wie folgt:

§ 10 Ausgestaltung und Anbringung der Kennzeichen

(4) „Fahrten, die im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren stehen, insbesondere Fahrten zur Anbringung der Stempelplakette sowie Fahrten zur Durchführung einer Hauptuntersuchung oder einer Sicherheitsprüfung, dürfen innerhalb des Zulassungsbezirks und eines angrenzenden Bezirks mit ungestempelten Kennzeichen durchgeführt werden, wenn die Zulassungsbehörde vorab ein solches zugeteilt hat und die Fahrten von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind. Rückfahrten nach Entfernung der Stempelplakette dürfen mit dem bisher zugeteilten Kennzeichen bis zum Ablauf des Tages der Außerbetriebsetzung des Fahrzeugs durchgeführt werden, wenn sie von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung erfasst sind.“

Das bedeutet für Sie:

  • Sie müssen sich eine Versicherungsbestätigung besorgen (früher „Doppelkarte“), auf der vermerkt sein MUSS, dass Fahrten gem. §10 FZV auch abgedeckt sind. Ohne diesen gesonderten Vermerk ist keine Fahrt möglich.
  • Sie müssen ich bei der Zulassungsbehörde ein Kennzeichen vorab (geht auch telefonisch) zuteilen lassen. Erst damit ist das Zulassungsverfahren eingeleitet und es dürfen Fahrten ausgeführt werden.
  • Das alte Kennzeichen (die Kombination) kann mittlerweile vergeben sein, es gibt gem. der FZV keine Sperr- oder automatischen Reservierungsfristen mehr, also entweder hat man das Glück (häufig, aber eben nicht immer) und bekommt „sein“ altes Kennzeichen auch „wieder“, oder muss sich ein Neues mit der von der Zulassungsstelle genannten Kombination prägen lassen, mit dem dann ungestempelt gefahren werden darf.
  • Ist das Zulassungsverfahren „eingeleitet“ und es existiert eine Versicherungsbestätigung mit dem Vermerk der Zulässigkeit für FZV §10, dann dürfen ALLE Fahrten im Zusammenhang mit der Zulassung auch ausgeführt werden. Also zur Werkstatt, dann zur KÜS und dann zur Zulassungsstelle. Dort lassen Sie das Fahrzeug „normal“ zulassen und dann ist das Zulassungsverfahren damit abgeschlossen.

Dies gilt aber ausschließlich für derartig zweckgebundene Fahrten; tätigen Sie keine Ersatzteilbeschaffungen und fahren Sie auch nicht kurz zum Einkaufen, weil es direkt auf dem Weg liegt.

Lassen Sie bei der Zuteilung des Kennzeichens gleich vermerken, wie lange man Zeit für das Zulassungsverfahren hat. Durch Werkstattaufenthalt kann es auch mehrere Tage dauern und sollte abgesprochen werden. Oft erhält man bis zu einer Woche Zeit, bis der Wagen dann auch tatsächlich zugelassen werden muss.

Kann ich mit EC-Karte bezahlen?

Ja, Sie können an fast allen Münchner KÜS-Prüfstellen (außer: Prüfstelle KÜS München Süd) mit EC-Karte zahlen.

Umweltplakette

Muss ich eine Umweltplakette haben?

Nein, Sie sind nicht verpflichtet, Ihr Fahrzeug mit einer Feinstaubplakette auszustatten. Wenn Sie allerdings eine Umweltzone befahren möchten, muss in der vorderen Windschutzscheibe Ihres Fahrzeugs eine Feinstaubplakette mit dem Fahrzeugkennzeichen befestigt sein. Ansonsten droht Ihnen ein Bußgeld von – in der Regel – 40,00 €.

Wo brauche ich eine Umweltplakette?

Die Umweltzonen in Deutschland finden Sie hier.

Welche Plakette bekomme ich?

Welche Plakette für Ihr Fahrzeug gilt, hängt von der Schadstoffgruppe ab, in die Ihr Fahrzeug eingeordnet wird. Hierfür ist wiederum die Schlüsselnummer Ihres Fahrzeugs entscheidend, genauer gesagt die letzten beiden Ziffern der Schlüsselnummer.

Mit Hilfe unseres Feinstaubrechners können Sie prüfen, welche Plakette Ihr Fahrzeug erhält.

Brauche ich eine neue Plakette, wenn ich umziehe?

In die Umweltplakette wird fest das Kennzeichen Ihres Fahrzeugs eingetragen. Sobald sich also Ihr Kennzeichen ändert, benötigen Sie auch eine neue Feinstaubplakette. Ein neues Kennzeichen ist fällig, wenn sich beim Umzug Ihr Hauptwohnsitz in einen anderen Zulassungsbezirk verschiebt, da Sie Ihr Fahrzeug seit März 2007 immer am Hauptwohnsitz anmelden müssen.

Oldtimer

Warum benötige ich für meinen Oldtimer ein Gutachten?

Damit ein Oldtimer als solcher auch vom Staat anerkannt wird, benötigt er ein Gutachten gem. §23 StVZO zur Erlangung eines H-Kennzeichens. Der Prüfingenieur der KÜS stellt im Rahmen einer Untersuchung fest, inwieweit das Fahrzeug den Anforderungen entspricht. Ist alles in Ordnung, wird Ihrem Fahrzeug von der Kfz-Zulassungsbehörde das H-Kennzeichen (H=historisches Fahrzeug) zugeteilt. Kommen Sie mit Ihrem Fahrzeug einfach an der für Sie nächstgelegenen Prüfstelle vorbei.

Welche Anforderungen muss mein Oldtimer zur Erlangung eines H-Kennzeichens erfüllen?

Das Fahrzeug muss mindestens 30 Jahre alt und in einem guten Pflege- und Erhaltungszustand sein, natürlich dürfen kleinere Mängel oder auch normale „Altersspuren“ vorhanden sein. Wichtig ist dabei, dass die Hauptbaugruppen des Fahrzeugs im Originalzustand sind oder zeitgenössisch ersetzt wurden.